Projektlaufzeit: 01.08.2024 – 30.01.2027 | Projektpartner: Fraunhofer-Institut für Gießerei-, Composite- und Verarbeitungstechnik (IGCV), Institut für Fabrikanlagen und Logistik (IFA) der Leibniz Universität Hannover, Gesellschaft zur Förderung angewandter Informatik e.V. (GFaI) | Projektbegleitender Ausschuß: Hirschvogel Group, software4production, AEP, Contact Software | Förderer: Bayerisches Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie
Zielsetzung
PePPS entwickelt eine Methode zur Potenzialbewertung energieorientierter Produktionsplanung und -steuerung für kleine und mittlere Unternehmen. Ziel ist die ganzheitliche Modellierung von Kosten und Nutzen der Energieflexibilität.
Ein anwendungsfreundlicher Demonstrator soll KMU befähigen, Energieflexibilisierungsmaßnahmen (EFM) zu identifizieren und deren Auswirkungen ex ante zu quantifizieren – noch bevor eine Implementierung erfolgt.
Ergebnisse
Die Methodik von PePPS kombiniert Ansätze der logistischen Modellierung von Produktionsprozessen mit Energie- und Kostenmodellierung. Dabei wird ein multidisziplinärer Ansatz verfolgt, der sowohl die Auswirkungen auf logistische Leistungsgrößen als auch auf Energiekosten und Energieverbrauch ganzheitlich bewertet. Der entwickelte Demonstrator ermöglicht es KMU, verschiedene Energieflexibilisierungsmaßnahmen virtuell zu testen und deren wirtschaftliche und operative Konsequenzen vorab zu analysieren.
KMU können so fundierte Entscheidungen treffen: Welche Maßnahmen lohnen sich? Wo liegen die größten Einsparpotenziale? Wie wirken sich flexible Produktionsplanungen auf Terminzuverlässigkeit und Durchsatz aus? Der Ansatz berücksichtigt steigende Energiekosten, energiepolitische Rahmenbedingungen und die bislang geringe Verbreitung von Energieflexibilität im Mittelstand.
Industrieller Nutzen
Energiekosten stellen für viele KMU einen wachsenden Kostenfaktor dar – bei gleichzeitigem Druck zur Dekarbonisierung. bislang fehlt jedoch ein praxistaugliches Werkzeug, um Energieflexibilität im Kontext der Produktionsplanung und -steuerung systematisch zu bewerten. PePPS schließt diese Lücke mit einer Methode, die technische, logistische und ökonomische Perspektiven zusammenführt.
KMU gewinnen durch PePPS die Fähigkeit, Energieflexibilisierungsmaßnahmen wie Lastverschiebung, Abschaltzeiten oder wiederanlaufzeiten gezielt zu planen, ohne die Produktionsziele zu gefährden. Das eröffnet Einsparpotenziale bei Strombezugskosten, verbessert die CO2-Bilanz und macht die Produktion resilienter gegenüber Preisschwankungen am Energiemarkt.
Bedeutung
PePPS erweitert die Kompetenz von software4production im Bereich der energiewertorientierten Produktionsplanung und -steuerung. Als S4P-Vertreter im projektbegleitenden Ausschuss tragen wir unsere PPS-Expertise direkt in das Projekt ein und begleiten die Entwicklung aus Unternehmenssicht.
Die Ergebnisse von PePPS fließen in die Weiterentwicklung von S4P-Lösungen für APS (Advanced Planning and Scheduling) ein – insbesondere in die Möglichkeit, Energiekriterien neben klassischen Zielen wie Durchsatz und Terminzuverlässigkeit als Planungsdimension zu berücksichtigen. Das Projekt stärkt S4Ps Position als Anbieter von APS-Lösungen mit ganzheitlicher Berücksichtigung von Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit.
Veröffentlichungen
Veröffentlichungen zu diesem Projekt finden Sie unter Publikationen.
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