KI-gestützte Flor-Optimierung durch autonomen Regelkreis (KI-FlORiDA)

Projektlaufzeit: 01.02.2025 – 30.01.2028  |  Projektpartner: Institut für Textiltechnik Augsburg gGmbHBWF Tec GmbH & Co. KGDr. Schenk GmbH IndustriemesstechnikBaumüller Nürnberg GmbH |  Förderer: Bayerisches Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie

Zielsetzung

KI-FlORiDA entwickelt eine KI-basierte autonome Regelung zur Optimierung des Produktionsprozesses von Vliesstoff-Krempeln. Durch die Integration optischer Sensorik, Edge-Computing und domänenspezifischer physikalischer Zusammenhänge wird ein resilientes, lernfähiges und nachvollziehbares System geschaffen. Das Projekt adressiert die Vliesstoffindustrie mit dem Ziel, die Wettbewerbsfähigkeit des Produktionsstandortes Bayern zu sichern. Die Projektergebnisse sind zudem auf andere Industriemaschinen, u. a. in der Papierindustrie, übertragbar.

Ergebnisse

Das KI-FlORiDA-System setzt auf einen autonomen Regelkreis, der den laufenden Vliesstoff-Prozess kontinuierlich überwacht, analysiert und optimiert. Optische Sensoren erfassen den Produktzustand in Echtzeit, während Edge-Computing-Module die erhobenen Daten unmittelbar auswerten. Diese Messwerte werden mit domänenspezifischen physikalischen Modellen verknüpft, sodass das System selbstständig Anpassungen vornimmt – ohne menschliches Eingreifen.

Im Ergebnis entsteht ein adaptives, lernfähiges Steuerungssystem, das nicht nur Produktivität und Qualität steigert, sondern auch Energieverbrauch, Ressourcenverbrauch und Umweltschutz aktiv verbessert. Der autonome Regelkreis lernt mit jedem Produktionslauf dazu und passt sich dynamisch wechselnden Rahmenbedingungen an.

Industrieller Nutzen

Die Produktion von Vliesstoffen ist ein hochcomplexer Prozess, bei dem Qualitätsabweichungen, Ausschussquoten und Stillstandszeiten direkt die Wirtschaftlichkeit beeinflussen. KI-FlORiDA adressiert diese Herausforderungen durch eine intelligent automatisierte Prozessregelung, die menschliche Eingriffe minimiert und gleichzeitig Produktkonstanz auf einem hohen Niveau sichert.

Die resultierenden Vorteile – höhere Ausbringung, geringerer Ausschuss, reduzierte Energie- und Rohstoffverbräuche – machen das System besonders für Betreiber von Vliesstoffanlagen attraktiv. Da die Prozessstrukturen in der Papierindustrie sowie in weiteren Bereichen der Textilproduktion ähnlich sind, ist eine Übertragbarkeit der KI-FlORiDA-Technologie auf weitere Industriezweige gegeben.

Bedeutung

KI-FlORiDA unterstreicht die Kernkompetenz von software4production: die Verschmelzung von industrieller Automatisierung, Datenverarbeitung und Künstlicher Intelligenz in praktisch anwendbaren Shopfloor-Systemen. Das Projekt erweitert das Know-how von S4P im Bereich autonomer Regelkreise, Sensorikintegration und Edge-Computing.

Die entwickelten Konzepte fließen direkt in die S4P-Produktwelt ein – insbesondere in den Bereich Auftrags-/ Chargenverwaltung sowie in MES-Lösungen mit Echtzeit-Regelungslogik. KI-FlORiDA stärkt damit die Position von S4P als Anbieter KI-gestützter Produktionssoftware und unterstreicht die Bedeutung von Bayern als Innovationsstandort für industrielle Software.

Veröffentlichungen

Veröffentlichungen zu diesem Projekt finden Sie unter Publikationen.

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